Die Präsentation zeichnet Lindes Weg von Thorn über Leipzig nach Wien nach und beleuchtet die Entstehung eines der bedeutendsten Werke der polnischen Sprachgeschichte – ein faszinierendes Kapitel europäischer Geistes- und Kulturgeschichte, das die wissenschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Polen, Sachsen und Österreich sichtbar macht.
Die Vorlesung ist dem 150. Jahrestag der Gründung der Slawistik an der Universität Leipzig gewidmet, deren institutionelle Anfänge mit der Berufung von August Leskien auf die Professur im Jahr 1876 verbunden sind. Die damaligen Mitglieder der „Societas Jablonoviana“ trugen maßgeblich zur Einrichtung dieses Lehrstuhls bei.
Prof. Dr. Bogusław Dybaś ist ein Historiker und Professor für Geschichte. Er lehrt an der Fakultät für Geschichtswissenschaften der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń (Thorn) sowie am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IH PAN). Dybaś studierte Geschichte an der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń und promovierte dort 1987 bei Prof. Jacek Staszewski mit einer Arbeit über den Sejm pacyfikacyjny (Pazifikationssejm) von 1699. Die Habilitation im Fach Geschichte (Schwerpunkt Frühe Neuzeit) folgte 1998 mit der Studie Fortece Rzeczypospolitej, in der er den Festungsbau im polnisch-litauischen Staat des 17. Jahrhunderts untersuchte. Im Jahr 2001 übernahm er eine Professur an der Universität Toruń. Von 2007 bis 2019 leitete Dybaś das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der politischen und verfassungsgeschichtlichen Entwicklung der polnisch-litauischen Adelsrepublik in der Frühen Neuzeit, in der Militär- und Festungsgeschichte sowie in der Geschichte Livlands und des Ostseeraums.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften statt.