Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung der Naturwissenschaften in Polen seit dem 18. Jahrhundert im Kontext der europäischen Wissenschaftsgeschichte. Er zeichnet die wichtigsten Etappen dieser Entwicklung nach, stellt bedeutende Persönlichkeiten und wissenschaftliche Leistungen vor und zeigt, wie sich die polnische Wissenschaft im Austausch mit internationalen Forschungsströmungen entfaltet hat. Zugleich richtet der Vortrag den Blick auf die Gegenwart und fragt nach der Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und internationalen Positionierung der heutigen polnischen Wissenschaft. So verbindet er einen historischen Rückblick mit einer kritischen Einschätzung ihrer aktuellen Rolle und Bedeutung im europäischen und globalen Wissenschaftssystem.

Prof. Dr. Andrzej Kajetan Wróblewski ist einer der bedeutendsten polnischen Physiker. Er studierte und arbeitete an der Universität Warschau, wo er promoviert und habilitiert wurde. In den Jahren 1975–1981 war er Direktor des Instituts für Experimentalphysik an der Universität Warschau, 1986–1989 Dekan der Fakultät für Physik und 1989–1993 Rektor der Universität. Er ist ordentlicher Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Vizepräsident der Polnischen Akademie der Künste und Wissenschaften (Polska Akademia Umiejętności). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört Physik der Elementarteilchen und Geschichte der Physik im Allgemeinen. Er ist Ehrendoktor von 4 Universitäten (in Deutschland, USA, Schottland und Polen).
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